Der Adjutant macht sich auf, kleine Reisen zu unternehmen, um die Verpflegung sicherzustellen und vielleicht irgendwo etwas Besonderes zu erwischen. Es ist nämlich in weitem Umkreis kaum etwas nebenbei zu bekommen, nicht für Geld und nicht für gute Worte. Bis er eines Tages auf ein wunderwirkendes Mittel verfällt. Und wenn er von da ab wieder einmal auf jemand stößt, der sicher allerlei gute Sachen herzugeben hat, aber die Schultern zuckt und die Hände bedauernd ausbreitet, dann faßt der Adjutant in die Rocktasche und zieht eine Postkarte heraus. Auf dieser Postkarte ist der Rittmeister von Richthofen in seiner schönsten Uniform mit allen seinen Orden und mit seinem gewinnendsten Gesicht photographiert und überdies steht noch sein eigenhändig geschriebener Namenszug unter der Photographie. Und das wirkt Wunder und zeigt sich kostbarer und wertvoller und wirkungsvoller als Geld und gute Worte: der Adjutant kommt niemals mehr mit leeren Händen von seinen kleinen Fahrten zurück.
Diese Forschungsplatform wurde von Hein Poblome mit Sorgfalt, Geduld und viel Leidenschaft zusammengestellt. Wenn dir die Arbeit gefällt und du das Projekt unterstützen möchtest, ist es eine wunderbare Möglichkeit, ihm einen Kaffee auszugeben.
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