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Standortkarte
Ereigniserzählung
Gefechtsbericht: 0935 Uhr, in der Nähe von Bapaume. BE Doppelsitzer. Gegen 0900 griff ich das feindliche Flugzeug über den Schützengräben bei Lesboefs an. Ununterbrochene Wolkendecke in 2.000 m Höhe. Das Flugzeug kam von der deutschen Seite und ging nach etwa 200 Schüssen in großen Rechtskurven zu Boden und wurde durch den starken Wind an das Südende von Bapaume zurückgetrieben. Schließlich stürzte die Maschine ab. Es war das Flugzeug Nr. 6629. Der Motor schlug in die Erde ein, daher ist die Nummer nicht lesbar. Der Insasse, ein Leutnant, wurde durch einen Schuss in die Eingeweide schwer verwundet. Das Flugzeug selbst kann nicht zurückgebracht werden, da es unter schwerem Beschuss steht. Als ich das feindliche Flugzeug zuerst sah, war keine andere deutsche Maschine in der Nähe, und auch während des Kampfes näherte sich keine Maschine dem Ort des Geschehens. Als das feindliche Flugzeug zu sinken begann, sah ich eine deutsche Rumpler-Maschine und mehrere Hallberstadter Flugzeuge. Eine dieser Maschinen stürzte zu Boden. Es war Vizefeldwebel Müller von der Jagdstaffel 5. Er behauptet, zuerst auf 300 Meter und dann auf 1.000 Meter Entfernung etwa 500 Schüsse auf das feindliche Flugzeug abgegeben zu haben. Danach habe sein Gewehr geklemmt und das Visier seines Gewehrs sei weggeflogen. Abgesehen von diesen merkwürdigen Umständen weiß ein Kind, dass man ein Flugzeug aus einer solch lächerlichen Entfernung nicht treffen kann. Dann stürzte ein zweites Flugzeug, ein Rumpler, ab und beanspruchte ebenfalls seinen Anteil an der Beute. Aber alle anderen Flugzeuge waren sich sicher, dass er nicht an dem Kampf teilgenommen hatte. Wetter: schön mit gelegentlichen Wolken.
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