10. März 1918

Ein grauer Dienstumschlag

Ein grauer Dienstumschlag

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"Und wenn der Adjutant das Scherenfernrohr für eine Viertelstunde verließ, um in der Stabsbaracke den notwendigen Papierkrieg zu führen, dann streiften seine Blicke mehr denn einmal nachdenklich über den eisernen Geheimschrank hinweg. Hinter dessen Tür lag, versteckt in einem Winkel, ein grauer Dienstumschlag, mit der Handschrift des Kommandeurs adressiert an ihn, verschlossen mit den Dienstsiegln des Geschwaders. Am 15. März hatte der Rittmeister diesen Umschlag seinem Adjutanten plötzlich in die Hand gedrückt. "Wenn ich nicht wiederkomme, öffnen." Auch der Kommandeur wußte, daß es diesmal ging "bis zum allerletzten und alleräußersten". Aber an diesem Abend brauchte der Adjutant das Testament des Geschwader-Kommandeurs noch nicht zu öffnen. Noch nicht."

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